Kurzkonzept

Leitbild der Kinder- und Jugendfarm Wuppertal e.V.
Der Umgang mit den Tieren als verbindendes Element für ein gemeinsames Interesse ist die Grundlage der Arbeit der Kinder- und Jugendfarm Wuppertal, um Besucher unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft zu integrieren und um soziale Kompetenz und demokratisches Handeln zu fördern. Durch die Übernahme von Verantwortung bei der Tierversorgung können Kinder und Jugendliche die
Konsequenzen des eigenen Handels unmittelbar erleben.
Die Kinder- und Jugendfarm bietet Raum für Primärerfahrungen, sich und die Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen.


Die Kinder- und Jugendfarm Wuppertal e. V. ist eine nach § 75 KJHG anerkannte Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und als gemeinnütziger eingetragener Verein organisiert. Die Einrichtungsleitung obliegt dem Vorstand, sie wird in enger Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team umgesetzt. Partizipation ist in der Vereinssatzung verankert.

Auf einem Bauernhof mit möglichst artgerechter Tierhaltung am Stadtrand Wuppertals werden Kindern und Jugendlichen der Zugang zur Natur, insbesondere zu Tieren und der verantwortliche Umgang mit ihnen, ermöglicht. Die landwirtschaftlichen Notwendigkeiten sowie Witterung und Jahreszeiten strukturieren in erheblichem Maße den pädagogischen Alltag auf der Kinder- und Jugendfarm.

Das Herzstück der pädagogischen Arbeit ist der Offene Bereich, bei dem Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis etwa 25 Jahren kostenlos die Einrichtung besuchen und mit gestalten. Ausgehend von den Notwendigkeiten in der Tierhaltung und Landwirtschaft wird täglich mit den Kinder und Jugendlichen gemeinsam die Zeit auf der Farm geplant. Ziel ist es, die Besucher zu einer bewussten und aktiven Freizeitgestaltung an zuleiten. Kindermitbestimmung wird im Farmalltag gelebt. Darüber hinaus bietet die Farm Schulklassen und verschiedenen Kindergruppen ganzjährig Besuchstermine an.

Hier kann man den Flyer der Kinder- und Jugendfarm als PDF herunterladen

Auf der Kinder- und Jugendfarm leben:

  • Meerschweinchen und Kaninchen
  • Gänse und Hühner
  • Hunde, Katzen und Frettchen
  • Ziegen, Schafe und ein Schwein
  • Ponies, ein Esel und Pferde


Auf der Kinder- und Jugendfarm sind natürlich auch Menschen, sie kümmern sich um Kinder, Tiere und den landwirtschaftlichen Betrieb: Pädagogische MitarbeiterInnen, PraktikantInnen, ehrenamtliche HelferInnen, manchmal ein Zivi, MitarbeiterInnen aus dem Programm "Arbeit statt Sozialhilfe" und viele Kids.

Die Kinder- und Jugendfarm will

  • Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Natur, besonders zu den Tieren erleichtern
  • Intensives Erleben der Naturkreisläufe ermöglichen
  • Kinder zum aktiven Umweltschutz anregen und ihnen Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu vermitteln
  • dass Kinder lernen und Spaß daran haben, eigenverantwortlich Aufgaben zu übernehmen
  • Kindern so eine Möglichkeit der aktiven Freizeitgestaltung bieten
  • dass die Kinder neue Fähigkeiten entdecken und
  • das Sozialverhalten der Kinder durch die Farmgemeinschaft stärken.


Die Kinder- und Jugendfarm erreicht durch ihre Arbeit, dass Kinder den Sinn ihres Tuns direkt erleben und dass Kinder durch die starke Bindung an die Tiere ihre eigene Bindungsfähigkeit üben. Auch "schwierige" Kinder ändern so - wenn auch unbewusst - ihr Verhalten zu ihrem jeweiligen Gegenüber.
Viele schöpferische Ideen und Kräfte bleiben ungenutzt, weil Kinder und Jugendliche mehr passiv Fernsehen und Video konsumieren, weil sich im Wohnumfeld vieler Kinder keine anregenden Freispielräume finden. Die Kinder- und Jugendfarm ist die Antwort auf das Suchen vieler Kinder nach Möglichkeiten, ihre Kreativität und Abenteuerlust in einem natürlichen Umfeld auszuleben. Sie bietet Raum für das Entdecken handwerklicher Fähigkeiten. Sie regt durch ihren Freiraumcharakter zu selbstbestimmtem Handeln an. Nicht zuletzt erfahren die Kinder auf der Kinder- und Jugendfarm eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls.

Die Kinder- und Jugendarbeit der Farm ist in mehrere Bereiche gegliedert:
Offener Bereich:
Kinder und Jugendliche ab sieben Jahren können kostenlos den Farmalltag erleben und mitgestalten. Sie übernehmen viel Verantwortung in der Tierversorgung und haben Mitbestimmungsrecht. In den Ferien gibt’s zusätzliche Programme.
Tagesgruppen:
Gruppen (Schulklassen, Kindergärten, Kindergeburtstage, Feriengruppen etc.) besuchen nach Anmeldung (drei bis sechs Monate vor Termin) die Kinder- und Jugendfarm und schnuppern im Rahmen von einer bis vier Halbtagesveranstaltungen in das Farmgeschehen hinein. Es werden auch themenbezogene Kurse und Projekte durchgeführt, z.B. "Rund ums Pony", “Tiere auf dem Bauernhof” etc.. Bitte fordern Sie unsere ausführlichen Programme und Angebote für Gruppen an.
Regelmäßige Gruppen:
Eine Gruppe der Bergischen Diakonie mit verhaltensauffälligen Kindern besucht wöchentlich die Farm.
Es bestehen zwei Halboffene Angebote: Die Ponyproben. Die TeilnehmerInnen werden vom Farmteam ausgewählt; sie besuchen das Angebot kostenlos und verbindlich.

Die Kinder- und Jugendfarm wird vom Verein Jugendfarm Wuppertal e.V. getragen. Er ist:
ein gemeinnütziger Verein

Mitglied im Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V.
Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV)
Mitglied im Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze
Mitglied im Jugendring Wuppertal e.V.
Mitglied im Sozialsponsor Wuppertal