Tierische Mitarbeiter

Gute Kollegen und unverzichtbare Mitarbeiter auf der kinder- und Jugendfarm:
Nager
    Meerschweinchen
    Kaninchen
Geflügel
    Gänse
    Enten
    Hühner
Wiederkäuer
    Ziegen
    Schafe
Schweine
Raubtiere
    Frettchen
    Katzen
    Hunde
Ponys, Pferde

Alte Tiere auf der Farm

Die Ren(n)tner-Ponys auf der Kinder- und Jugendfarm

Alle arbeiten im Rahmen ihrer Möglichkeiten voll mit – wir müssen uns halt auf sie einstellen. Ein Abschieben in ein Pflegeheim kommt aus ethischen Gründen nicht in Frage. Wenn sie nicht mehr können, müssen wir ihnen ein Pflegeheim in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen. Sie brauchen ihre Herde, besonders im Alter. Die meisten Ponys leben im Winter alle zusammen frei in einem Außenstall, sie werden nur zum Fressen teilweise angebunden. Tagsüber sind sie sommers wie winters auf dem Auslauf, im Sommer sind sie nachts auf der Weide.

Schlumpf, geboren etwa 1964, Fuchsschecke, ca. ein Meter groß kam etwa 1985 auf die Jugendfarm, von irgendeinem Händler, glaube ich. Er sollte recht jung sein, angeblich roh – so benahm er sich auch. Ich war damals noch leicht genug, um zum einen oder anderen Versuch, ihn zuzureiten gedrängt zu werden: Er lavierte sich im Gelände an die Tete durch und ging mit erhobenem Kopf im Nähmaschinentrab durch! Dann kam der Tierarzt zum Impfen (1985!), untersuchte den Schlumpf und sagte, dass uns der Händler Quatsch erzählt habe, Schlumpf sei deutlich über 20! Keine Altersbestimmung anhand der Kunden mehr möglich, Zahnfleischrückbildung weit fortgeschritten... Er sei ein verrittener, unerzogener Opi, der in seinem Leben eins gelernt habe: Sich unliebsamer Kinder zu entledigen. Das tat er seit etwa 2005 seltener, heute kann er das nicht mehr, denn er wird nicht mehr geritten. 1992 hatte er mal eine Hornhautablösung am Auge und eine Lederhautentzündung am Huf. Wegen des Auges musste er in die Klinik, wo man mir sagte, er sei viel zu fett (das wusste ich, ich hatte die Regie über die Tiere aber erst wenige Wochen), aber vor allem steinalt – ende zwanzig oder dreißig Jahre. Der Tierzahnarzt war schwer beeindruckt von ihm! Wie alt er wirklich ist, wissen wir nicht, aber ich kenne ihn „schon immer“ mit zunehmenden altersbedingten Fellwechselproblemen. Ende der 90er hatte er einen Schlaganfall, von dem er bis auf eine leichte Schiefe nichts zurück behalten hat. Bis ca. 2010 hatte er  noch alle Zähne, konnte aber nicht gut kauen und musste Brei aus Heucobs bekommen. Die vorderen Zähne haben wir allerdings  täglich mit der elektrischen Zahnbürste putzen, bis er sie alle gezogen bekam, weil sie wackelten und schmerzten. Das tat ihm gut! Eine Weile konnte er sogar wieder Heu fressen. Er mümmelt auch heute noch Heu und Gras, kann es aber nicht ausreichend aufschließen und barucht deshalb zusätzlich dreimal täglich einen Smoothie aus Obst, Gemüse und Müsli, außerdem Heucobsbrei und täglich Opi-Spaziergänge, damit er nicht rostet. Geritten wird er nicht mehr. Seine große Liebe Bella ist nun auch schon mindestens 30 Jahre alt.